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20. bis 22. Okt 2011: "Whiskytage" - Nachlese
Ein feingliedriger, eleganter Whisky, der auf dem Single Malt Markt kaum zu finden ist,
da er fast ausschließlich in den Dewar’s Blends verschwindet. Der Name Aultmore bedeutet „großer Bach“.
Die Brennerei wurde 1896 von Alexander Edwards gegründet. Dieser war eine wichtige Figur
in der Geschichte des schottischen Whiskies - er war der Besitzer der Destillerie Benrinnes
und baute Craigellachie und Oban. Von 1899 bis 1903 musste Aultmore aufgrund gesunkener Nachfrage schließen. Weitere Schließungen und der Verkauf erfolgten 1914 und im 2. Weltkrieg.
In den Jahren 1970/71 wurde die Brennerei umfassend renoviert und letztenendes 1998 für 1150 Millionen Pfund an Bacardi verkauft.
Aultmore 1997 13 Years, 43%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 58,00 |
Der Name Achroisk bedeutet „Furt am roten Wasser“. Für die Originalabfüllung hat sich der Name
als zu schwierig erwiesen – jeder spricht ihn anders aus, viele können ihn sich nicht merken. So entschied man sich schnell, den Whisky unter dem Namen Singleton anzubieten. Diese Bezeichnung stammt aus dem Jargon der Whiskyhändler, die damit das letzte verfügbare Fass eines besonderen Whiskies bezeichneten. Errichtet wurde die Brennerei 1975. Als Single Malt wird dieser seidenweiche, süßliche Whisky seit 1986 abgefüllt – mittlerweile wieder unter seinem „echten“ Namen.
Auchroisk 1993 15 Years, 43%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 64,00 |
Tormore wurde 1958 gegründet und ist die erste Brennerei Schottlands, die im 20. Jahrhundert
errichtet wurde. Sie gilt als eine der eindrucksvollsten Destillerien des Landes und steht trotz
ihres geringen Alters bereits unter Denkmalschutz. Der extravagante Bau mit grünem Dach und Glockenspiel erinnert an ein baltisches Ostseebad. In der Umgebung der Brennerei wurden Arbeitersiedlungen im gleichen Baustil errichtet. Der Name Tormore bedeutet „großartiger Hügel“. Die 8 Pot Stills erzeugen einen angenehm nussigen Malt.
Tormore 1996 11 Years, 43% Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 58,00 |
Ein trockenes Mittelgewicht. Speyburn kann wie viele Brennereien den Titel der am schönsten gelegenen Destillerie beanspruchen. Der Unterschied ist dabei nur, dass Speyburn auch tatsächlich idyllisch liegt.
Die Brennerei wurde 1897 gegründet und hat sich bis heute trotz einiger Modernisierungen kaum verändert. Obwohl sie nur knapp außerhalb der Stadt Rothes in einem kleinen Tal liegt, scheint sie von einer unsichtbaren Grenze von der Zivilisation abgeschnitten. Der Bau der Destillerie sollte wegen des 60jährigen Regierungsjubiläums von Queen Victoria unbedingt noch vor Jahresende fertig werden. Dies wurde nur durch den großen Einsatz der Angestellten möglich, die dick vermummt im fensterlosen Stillhouse die Arbeit aufnahmen und es schafften, genau ein Fass Whisky zu produzieren. Nur ca. 10% der Produktion werden als Single Malt verkauft – und dies vor allem in den USA – dort gehört Speyburn zu den Top 10 der meist verkauften Whiskies.
Speyburn 1988 21 Years, 43%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 78,00 |
Ein malzig-fruchtiger Digestif-Malt. Die Destillerie wurde 1876 gegründet. Nach einem verheerenden Brand 1929 wurde die Brennerei neu aufgebaut. Wie viele andere Betriebe stellte auch Glenlossie die Produktion während der beiden Weltkriege ein – es gab einfach nicht genug Getreide. In den 1960er Jahren wurde auf dem Gelände eine Anlage erbaut, um die bei der Produktion anfallenden Abfälle zu verarbeiten - 1971 wurde eine zweite Destillerie neben Glenlossie errichtet – Mannochmore. Die beiden Brennereien werden abwechselnd betrieben – im Winter Glenlossie und im Sommer Mannochmore.
Glenlossie 1982 27 Years, 46%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 118,00 |
| GLEN MHOR, Northern Highlands |
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Ein Leichtgwicht von der süßen Seite, das immer schwerer zu finden ist. Die Brennerei wurde 1892 gegründet. Im 19. Jahrhundert gab es in Inverness noch 12 Destillerien, die einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellten. Nur 3 von ihnen schafften den Sprung ins 20. Jahrhundert – Glen Mhor,
Glen Albyn und Millburn. Keine davon existiert heute noch. Glen Mhor ist die gälische Bezeichnung
für den tiefen Graben, den „Caledonian Canal“, der die Nordsee über den Fluss Ness, das Loch Ness
und weitere Lochs mit dem Atlantik verbindet. 1983 mußte die Destillerie geschlossen werden,
heute befindet sich auf dem Gelände ein Supermarkt. Es gibt keine Originalabfüllungen mehr von Glen Mhor.
Glen Mhor 1980 31 Years, 43%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 168,00 |
Auf der Insel Arran kann man auf engstem Raum ein Abbild Schottlands erleben. Das liegt daran,
dass auf der nur 430 km² großen Insel im Norden andere landschaftliche Bedingungen herrschen
als im Süden. Durch den Golfstrom ist das Klima im Süden sehr mild, sodass hier sogar Palmen wachsen können, während der kaum durch Straßen erschlossene Norden moorig und stark zerklüftet ist – hier liegt
im Hafen von Lochranza die Destillerie. Anfang des 19. Jahrhunderts vermutete man auf der Insel
bis zu 50 Destillerien, die allerdings durch die Bank illegal waren. 1837 schloss die Brennerei Lagg – danach sollte es 150 Jahre dauern, bis die Whiskyproduktion wieder auf die Insel kam. 1991 wurde Arran aufgebaut – am 19.6.1995 wurde hier wieder der 1. Whisky gebrannt.
Isle of Arran 1999 11 Years, 43%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 48,00 |
Die Insel Jura liegt eingebettet zwischen Islay und dem schottischen Festland. Der Name leitet sich
aus dem Altnordischen ab und bedeutet „Hirschinsel“. Tatsächlich bevölkern die Insel ca. 5.000 Rothirsche
- das bedeutet, dass hier pro Einwohner ungefähr 28 Hirsche leben. Die heutige Destillerie
wurde 1963 fertiggestellt, der Betrieb einer Brennerei an derselben Stelle ist allerdings schon
seit 1810 nachgewiesen. Im Gegensatz zu dem bis ca. 1900 hergestellten stark getorften Malt
enthält der heutige Isle of Jura kaum noch Torf – lediglich für den Superstition wird ein Teil stark getorftes Malz verwendet.
Isle of Jura 1995 14 Years, 43%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 58,00 |
Die Destillerie wurde 1898 erbaut, ihr Malt floss hauptsächlich in Blends. 1983 wurde sie geschlossen
und 1993 von Gordon & MacPhail nach einer Komplettrestaurierung wieder in Betrieb genommen.
Von der ursprünglichen Ausstattung ist nur der hohe Schornstein übrig – er wird nicht mehr benutzt, wurde aber stehengelassen, weil er den Piloten der nahen Luftwaffenbasis als Orientierungshilfe dient.
Benromach Organic ist der erste Single Malt, der über das Bio-Zertifikat verfügt. Der gesamte Prozess – Rohmaterialien, Destillation, Reifung, Abfüllung – ist biozertifiziert. Der Whisky reift in amerikanischen Eichenfässern, die von wild wachsenden Bäumen stammen.
Benromach Organic Special Edition 43%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 58,00 |
Offiziell gibt es Caol Ila als Single Malt erst seit 1988/89. Gegründet wurde die Destillerie 1846.
Der hier produzierte Whisky wurde somit erst relativ spät aus seinem Dornröschenschlaf erweckt,
findet aber mit seiner Mischung aus Selchspeck, Fischkiste, Gras und nasser Kohle großen Anklang.
Die Destillerie bezieht ihr Malz von Port Ellen und hat ca. 30 ppm Phenol. Da die Brennerei
kaum Sherryfässer für die Lagerung benutzt, sind Sherryfass-Abfüllungen, die es praktisch nur von den unabhängigen Abfüllern gibt, sehr begehrt.
Caol Ila 1997 11 Years, 43%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 68,00 |
Hot Irishman bezeichnete ursprünglich ein heißes Mixgetränk – eine Komposition aus Single Malt Whiskey und Kaffee. Dieses Getränk wurde vom Ehepaar Rosemary und Bernard Walsh kreiert.
Die Familie Walsh ist seit vielen Jahrhunderten fest mit der irländischen Heimat verbunden.
1999 brachten die beiden ertmals den Single Malt The Irishman auf den Markt. Der Whiskey lagert zehn Jahre im Eichenfass und reift anschließend in Bourbon- und Sherry-Fässern.
The Irishman Rare Cask Strength 53%, Destillerie Abfüllung |
€ 98,00 |
Bruichladdich ist einer der leichteren Islay-Malts. Der Name bedeutet „flaches Hangufer an der Küste“. Im Gegensatz zu den meisten Brennereien, die aus umgebauten Bauernhäusern entstanden sind,
wurde Bruichladdich als Destillerie geplant und gebaut. Bei der Eröffnung 1881 galt sie
als eine der modernsten Destillerien des Landes. Ihr Hauptzweck war es, die Nachfrage
der Glasgower Blender nach getorftem Malz zu befriedigen. Als sie 1995 geschlossen wurde,
erzeugte sie eine andere Art von Whisky mit nur noch einem leichten Anflug von Rauch. 2000 kam es unter den Besitzern zur Wiederaufnahme der Produktion.
Bruichladdich 1991 16 Years, 55,9%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 124,00 |
Ein süßlicher Malt mit weichem Charakter. Die Destillerie wurde 1824 gegründet und befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Benediktinerklosters aus dem 13. Jahrhundert.
Noch heute ist Miltonduff einer der Hauptbestandteile in den Blends von Ballantine’s. 1964 wurden hier 2 Lomond Stills installiert, in denen der Whisky Mosstowie gebrannt wurde. Diese wurden allerdings 1981 wieder entfernt.
Miltonduff 1996 10 Years, 60,9%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 88,00 |
Die Highland Park Destillerie liegt am südlichen Ortsrand von Kirkwall, der Hauptstadt der Orkneyinsel Mainland. Sie ist die nördlichste Destillerie Schottlands, da die Blackwood Destillerie auf den Shettlands noch keinen Single Malt produziert. Das Wasser, welches für den Whisky verwendet wird, durchfliesst recht jungen Torf, der noch deutliche Reste von Heidekraut aufweist. Die Geschichte von Highland Park geht auf das Jahr 1798 zurück. Ein berühmter Geistlicher der Insel Orkney, der dafür bekannt war illegal Whisky zu brennen, fand in der Nähe der Hauptstadt Kirkwall eine ideale Wasserquelle
und damit den perfekten Standort für eine legale Brennerei. 1825 erfolgte die Lizensierung der Brennerei, die rasch als eine der besten des Landes galt. Heute zählt Highland Park zu einem der wenigen Betriebe, der noch über eine eigene Mälzerei verfügt.
Highland Park 2000 11 Years, 58,2%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 78,00 |
Ein malziger Whisky mit angenehmer Rauchnote. Die Destillerie wurde 1898 von Adam Teacher gegründet. Sie wurde mehrfach erweitert, beibehalten wurden die alte Dampfmaschine und die Brennblasen, die bis 2002 mit Kohle befeuert wurden. Keine andere Brennerei hat so spät die direkte Befeuerung
der Brennblasen eingestellt. Die Whiskies der Destillerie sind prägende Bestandteile
der Blends von Teacher’s. Vor allem unabhängige Abfüller haben diesen eher unbekannten Malt
auch als Single Malt auf den Markt gebracht. Gordon & MacPhail wurde von der Destillerie autorisiert, die Whiskies abzufüllen.
Ardmore 1991 15 Years, 57,3%, Abfüller Gordon & MacPhail |
€ 118,00 |
| BUFFALO TRACE DISTILLERY, Kentucky |
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Buffalo Trace wurde 1775 als Lager gegründet, an dem regelmäßig Reisende Halt machten
und das sich 1790 zu einer Siedlung mit stetig wachsender Bevölkerung entwickelte.
Die erste moderne Brennerei wurde 1875 hier errichtet und nutzte als 1. Betrieb
die Dampfkraft zur Herstellung von Bourbon. E. H. Taylor, der erste Bourbon-Magnat Kentucky’s
kaufte die Brennerei 1886. Das 270 Hektar große Gelände mit über 110 Gebäuden ist ein Zeugnis
von 300 Jahren amerikanischer Geschichte und 200 Jahren Whiskeyherstellung.
Die Brennerei brachte 1984 mit Blanton’s den ersten aller Single Barrel Bourbons auf den Markt.
Elmer T. Lee war jahrzehntelang Masterblender der Destillerie. Ihm ist diese Abfüllung gewidmet.
Es handelt sich um einen besonders ausbalancierten Bourbon, der über intensive Vanillenoten und die für diese Brennerei typische Süße verfügt.
Elmer T. Lee Single Barrel 45%, Destillerieabfüllung |
€ 48,00 |
| JIM BEAM, Small Batch - Kentucky |
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Der Begründer der Beam-Dynastie war ein Deutscher Namens Böhm, doch niemand scheint heute mehr
zu wissen, wann er nach Maryland auswanderte und wann der Name zu Beam amerikanisiert wurde.
Sicher ist nur, dass die Familie Beam in den vergangenen 200 Jahren Besitzer und Mitarbeiter
für einige der berühmtesten Destillerien in den USA stellten. Der erste Brenner in der Familie war
Jacob Beam, der sich 1795 in Washington County niederließ. Anfang der 1990er Jahre brachte Jim Beam
die Small Batch Bourbon Collection auf den Markt. Ursprünglich definierte ein Small Batch
eine Höchstmenge von 20 Fässern, heute dient der Begriff eher als modernisierte De-Luxe-Version.
Der erste Bourbon in dieser Linie war Booker’s. Baker’s ist ebenfalls ein Produkt aus dieser Reihe
und wurde 1992 lanciert. Er ist benannt nach Baker Beam, einem Großneffen von Jim Beam.
Er ist eine 7jährige Abfüllung und für seine 53,5% äußerst mild. Geprägt wird er durch ein Aroma von Vanille, und dezenten Röstaromen.
Baker’s 7 Years, 53,5%, Destillerieabfüllung |
€ 58,00 |
Eine gelungene Kombination aus Edradour Single Malt und schottischer Sahne.
Eine cremige Versuchung, die jeder einmal probiert haben soll!
| 17%, Abfüller Signatory |
€ 22,80 |
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Ihr Team der Vinothek St. Stephan
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